Weiter geht's

Weiter geht’s. Die Entscheidung haben wir nun getroffen.  Weiter in zweifacher Hinsicht.

 

Weiter geht’s mit dem Laden und der Treibholz-Bildwerkstatt. Der Start war cool. Die Begeisterung der Leute, die uns hier gefunden haben, hat uns gezeigt, dass die Idee funktioniert. Dass diese Arbeit Sinn macht –  und uns und anderen Freude.

 

Wir haben uns gefreut über tollen Schnack mit netten Leuten über Leben und Sein am Meer. Wir haben uns gefreut über Menschen, die zwei- oder dreimal gekommen sind, um immer nochmal ein Treibholzbild mitzunehmen. Wir haben und gefreut über Leute, die hier waren und dann ihre Verwandten geschickt haben – für Weihnachtsgeschenke. Über Bemerkungen, die zeigen, dass die Sachen irgendetwas auslösen, eine Verbindung schaffen („Das sieht aus, wie etwas, das verloren gegangen ist und wiedergefunden wurde“). Wir haben uns gefreut über Leute, die von sich aus die Arbeit gesehen haben, die in jedem Stück steckt, und die fanden, dass es, gemessen daran, eigentlich wenig kostet. (Die anderen gab’s natürlich auch. Naja. Sei’s drum.)

 

Weiter geht’s nun aber auch den Ort betreffend. Im Frühjahr wollen wir uns wieder aufmachen. Wieder näher ans Meer. In den vergangenen Monaten haben wir unsere Kunden gut kennengelernt. Meerleute, die hier an der Küste etwas Besonderes spüren, sind natürlich in den Küstenorten. Viele unserer Kunden kamen aus St. Peter-Ording. Im Sommer haben sie Ausflüge nach Friedrichstadt gemacht, und hier unseren Strandräuberladen gefunden. Aber nun wird es früh dunkel  und von den Begeisterten finden spürbar weniger her. Sie verbringen ihre Zeit am Meer – und das können wir nur zu gut verstehen. Also ist ziemlich klar, was zu tun ist. Der kleine Laden muss richtig nah ans Wasser. Da, wo die Meerliebenden sind und wo wir auch sein wollen. Den Ort suchen wir jetzt. Gestern haben wir in St. Peter-Ording mal neugierig in die (wenigen!) leerstehenden Schaufenster geguckt. Das ist eine Idee von vielen. Die Mieten sind dort natürlich knusprig. Andererseits treffen wir da eben auch genau die Leute, für die wir Sachen machen.

 

Und was uns selbst betrifft: in den vergangenen Monaten haben wir auch gemerkt, dass wir in Friedrichstadt ein bisschen zu weit vom Flutsaum sitzen. Klar – in etwas über einer halben Autostunde sind wir am Strand. Das ist nicht so viel. Aber Zeit im Auto ist Zeit, die man nicht mit Entdecken verbringt. Und wenn die Stunden zwischen Ladenschluss und Sonnenuntergang zusammenschrumpfen, muss man da rechnen.  Und entscheiden. Mal sehen, welcher Ort gut ist für uns und unsere Arbeit. Fest steht: Leben ist Bewegung. Wir bleiben unterwegs.